wellenreiten boardbag

Mein Boardbag – ein treuer Sack

wellenreiten boardbagEr ist wirklich keine Schönheit- er ist inzwischen sogar ziemlich dreckig mit Rissen in der Außenhaut. Ich habe nicht wirklich daran geschnuppert, aber ich denke er riecht etwas streng. An der Innenseite ist das gute Stück hie und da etwas klebrig vom ganzen Wachs, das irgendwann in der Sonne geschmolzen und danach wieder hart geworden ist. Der Reißverschluss klemmt ab und zu, und sowohl vorne als auch hinten kleben überall Gepäckscheine von Airlines aus der ganzen Welt.

Ok, der Gute hat die besten Jahre hinter sich. Und trotzdem – niemals würde ich meinen Boardbag einfach so entsorgen. Vielen sagen ich solle das olle Dinge endlich gegen einen neuen eintauschen – spinnen die! DIe haben ja keine Ahnung, was wir zusammen durch gemacht haben!

Ein treuer Begleiter beim Surfen

Außerdem: Ich finde, für das Packvolumen kommt er mit einer ziemlich schlanken Linie daher. Manchmal glitzert seine silbrige Außenhaut in der Sonne, das Wasser trocknet langsam an den Tragegriffen und hinterläßt schneeweiße Salzränder.
Kurzum: Boardbag ist mein treuer Begleiter, und das seit nunmehr zehn Jahren. Diesen Sommer haben wir Jubiläum gefeiert. Zum Dank habe ich ihm eine sechswöchige Reise durch Amerika geschenkt. Der Start der Reise war in Texas, dort haben ihn alles ganz ehrfürchtig und voller Bewunderung betrachtet – so etwas haben die Rednecks hier noch nie gesehen, wahrscheinlich war er sogar der Erste seiner Art hier im Lonestar-State. Ich denke, er hat es genossen, aber als es los ging nach Nicaragua, ja da hat der Gute mal wieder sein breites Grinsen gezeigt – die Reißverschlusszähne haben nur so in der texanischen Sonne geblinkt!

Mein Boardbag, der alte Kumpel auf Reisen

Boardbag ist unterwegs mein ein und alles: mein Zuhause, mein Koffer, mein Kumpel – ja, manchmal sogar mein Bett. Er war mit mir in den hintersten Ecken dieser Erde. Alles musste er ertragen: Regen, Wind, Kälte, Hitze, rabiate Flughafen-Gepäckbandmänner – und immer wird er durch den Dreck geschleift. Wenn ich vorne im Auto sitze, liegt er hinten im Zugwind auf der Ladefläche. Noch nie hat er mich dabei im Stich gelassen. Er ist immer am Zielort angekommen, keines meiner Bretter ist in seiner Obhut gebrochen, nichts wurde aus seinem Innersten geklaut. Sicher, der Tragegurt schneidet manchmal fürchterlich in die Schulter, aber das ist der akzeptable Preis für eine wahrlich treue Freundschaft.

Also lieber Boardbag: Vielen Dank für deine guten Dienste in all den Jahren! Auf die nächsten zehn….

Mein Boardbag – ein treuer Sack
Wie hat dir dieser Artikel gefallen?
1 Antwort

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Post füllen (demnächst hier bei travelonboards!) und ist für viele Surfer ein heikles Thema. Viele Wellenreiter würden niemals ohne ihr eigenes Material los ziehen, andere können sich einen großen Boardbag im Gepäck nicht vorstellen – beide Varianten […]

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.