Surfen auf Bali – der Surf-Guide von indojunkie.com!

Obwohl wir alle schon viel Zeit auf Bali verbracht haben und die Leidenschaft für´s Surfen teilen, sind wir uns noch nie über den Weg gelaufen. Da die Mädels von indojunkie.com aber so tolle Artikel über meine Lieblingsinsel schreiben dachte ich es ist mal an der Zeit, dass wir uns zumindest digital kennen lernen. Ein perfekter Zeitpunkt, denn Melissa und Petra sind gerade dabei, per crowdfunding den ersten deutschsprachigen Surfguide für Bali zu veröffentlichen. 

Ich war 2001 das erste Mal auf Bali zum Surfen – und habe mich heftig in die Insel mit den perfekten Wellen verliebt. Seitdem war ich achtmal auf der Insel der Götter und habe erlebt, wie sehr sich das Eiland verändert hat – ob positiv oder negativ, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Auch damals war Bali schon als Surf-Hotspot bekannt, allerdings eher bei Surf-Nationen wie Amerika oder Australien – die wenigen deutschen Surfer auf der Insel waren eher fortgeschrittene Surfer. Heute ist das anders – wer nach Bali fliegt, wird neben Yoga und Massage mit ziemlicher Sicherheit einmal auch auf einem Surfbrett stehen.

Höchste Zeit also für den ersten deutschsprachigen Surf-Guide! Die absoluten Bali- und Indonesienkenner Petra und Melissa von indojunkie.com haben über ein Jahr recherchiert, um deutschen Wellenreitern ihre Surf-Bibel für Bali zu präsentieren. Da die beiden die ganzen Informationen nicht nur als ebook, sondern auch gedruckt auf Papier veröffentlichen wollen, haben sie sich für eine crowdfunding-Kampagne entschieden! Surft doch einfach mal vorbei, unterstützt die beiden kräftig und haltet schon sehr bald euer persönliches Exemplar des Bali-Surfguides in der Hand!

Ich hab die beiden zwischen Schreibtisch und Line-Up zu ihrem spannenden Projekt befragt.

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Hi ihr beiden! Das ist ja wirklich ein riesiges Projekt, dass ihr da an den Start bringt – was erwartet uns den bei eurem Surfguide?

Petra und Melissa
Wir sind gute Freunde und arbeiten seit einiger Zeit gemeinsam an Projekten von indojunkie.com. 2015 haben wir unser erstes Buch über die indonesische Insel Sulawesi rausgebracht, dann kam das Buch 122 Things to Do in Bali und jetzt arbeiten wir an einem Buch über das Surfen auf Bali. Hier geht es nicht nur um Wellen, sondern auch um Menschen, Nachhaltigkeit, Kultur und Meer.

Per crowdfunding zum gedruckten Buch

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Was genau wird in eurem Surf-Guide zu lesen sein?

Petra und Melissa
Neben praktischen Tipps für das Surfen und Reisen auf Bali findest du in unserem Buch viele Interviews (u.a. mit Mega Semadhi, 1. Platz des Padang Padang Surf Contest 2016), viele Infos rund ums Surfern lernen, sowie einen detaillierten Surf-Spot-Guide. Die 300 Seiten werden begleitet von lockeren Hintergrundinfos zu Land & Leuten, bunten Bildern, Illustrationen, und nützlichen Tipps & Tricks – von Vokabeln und Ernährungs-Tipps, über Packlisten und Sicherheitshinweise, bis hin zu Mutmacher-Tipps für schlechte Tage.

Alle einzelnen Surfspots auf Bali sind detailliert erklärt, mit Boardverleih-Möglichkeiten in der Nähe, Guide-Empfehlungen, Beachpartys oder Surfer-Massagen.

Als i-Tüpfelchen haben wir eine Fülle an Tipps zusammengestellt, was du auf der Insel unternehmen kannst, wenn du mal nicht ins Wasser möchtest.

Wir wollen den Surfguide nicht nur als E-Book rausbringen, sondern auch als gedrucktes Buch. So ein Buchdruck kostet ziemlich viel Geld. Der Druck selber ist einfach immer die größte Hürde für kleine Selbstverlage. Dazu kommen die Kosten für Lektoren, Designer und Illustratoren. Deswegen haben wir eine Crowdfunding Kampagne ins Leben gerufen. Hier kann jeder unser Buch vorbestellen oder ein liebevoll ausgewähltes „Dankeschön“ aussuchen (u.a. Surfer-Schmuck, Karma-Pakete oder Beach-Clean-Ups) und uns damit bei der Realisierung unseres Buch-Projekts unterstützen.

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Nachhaltigkeit, Locals und was tun bei flat days!

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Wieso braucht Bali einen deutschsprachigen Surfguide?

Petra und Melissa
Bali braucht mehr als einen reinen Surfspot-Guide. Man muss die Locals zu Wort kommen lassen und immer wieder ein Auge auf den Nachhaltigkeit-Aspekt legen. Wir wollen surfinteressierten Bali-Reisenden ein Buch mitgeben, das perfekt auf einen Surftrip vorbereitet, vor Ort alle aufkommenden Fragen beantwortet und im Nachhinein eine wundervolle Quelle für Erinnerungen darstellt.

Wir legen großen Wert auf Nachhaltigkeit – denn wir wollen, dass diese wundervolle Insel auch noch in 20 Jahren bereist werden kann. Neben dem Surf-Know-How bringen wir auch Indonesien-Expertise mit. So ist unser Buch viel mehr, als „nur“ ein Surfbuch. Wir zeigen dir die Wellen und das Innere der Insel, deswegen auch unser Slogan „On The Waves and Inside Indonesia“.

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Wieso braucht Bali einen deutschsprachigen Surfguide?

Petra und Melissa
Bali braucht mehr alseinen reinen Surfspot-Guide. Man muss die Locals zu Wort kommen lassen und immer wieder ein Auge auf den Nachhaltigkeit-Aspekt legen. Wir wollen surfinteressierten Bali-Reisenden ein Buch mitgeben, das perfekt auf einen Surftrip vorbereitet, vor Ort alle aufkommenden Fragen beantwortet und im Nachhinein eine wundervolle Quelle für Erinnerungen darstellt.

Wir legen großen Wert auf Nachhaltigkeit – denn wir wollen, dass diese wundervolle Insel auch noch in 20 Jahren bereist werden kann. Neben dem Surf-Know-How bringen wir auch Indonesien-Expertise mit. So ist unser Buch viel mehr, als „nur“ ein Surfbuch. Wir zeigen dir die Wellen und das Innere der Insel, deswegen auch unser Slogan „On The Waves and Inside Indonesia“.

Unendlich viele Anfänger-Spots auf Bali

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Wie hat eure Leidenschaft „Surfen“ begonnen?

Petra und Melissa
2014 hatte Barbara, eine Mitautorin von indojunkie.com, die Idee zum Surfguide für Bali, weil sie selbst auf Bali lebte und dort mit dem Surfen begann und keine richtig passende Lektüre dazu fand. Als wir dann 2015 nach Bali reisten um selbst vor Ort zu recherchieren (Fotos, aktuelle Preise, Unterkünfte, Restaurants, Interviews etc.) dachten wir uns natürlich, dass wir auf alle Fälle auch surfen lernen sollten, wenn wir Mit-Autoren sind – auch wenn wir für die eher surfunabhängigen Themen zuständig waren. Zudem „mussten“ wir viele Surfguides vor Ort „testen“, sodass wir dann eine Weile lang zwei Mal am Tag im Wasser waren. Naja, und dann packte es uns mehr als gedacht.

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War es hart, Surfen zu lernen?

Petra und Melissa
Oh ja! Surfen lernen ist frustrierend, beängstigend und ein verdammt langwieriger Prozess, der sich aber 100%ig lohnt! Eine gute Welle und das Lebensgefühl nach dem Surfen entschädigt für jegliche Strapazen!

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Ist Bali für Surf-Einsteiger der perfekte Spot, um Surfen zu lernen?

Petra und Melissa
Bali ist sehr touristisch und viele Strände sind gerade in der Trockenzeit (Juni bis September) ziemlich überfüllt. Aber fast nirgends auf der Welt gibt es so viele Spots, die sich auch für Anfänger eignen. Du hast keine Schwierigkeiten, dir ein Brett zu leihen oder eines zu kaufen. Du findest immer jemanden, der als Surflehrer einspringt. An den meisten Stränden gibt es Lifeguards. Die entspannten hinduistischen Balinesen stören sich nicht an surfenden Frauen im Bikini. Zudem ist die Infrastruktur für Surfer sehr gut. Es gibt genügend Homestays, Surfcamps und Hotels. Beim Roller-Mieten wird das “Surfrack” frei Haus mitgeliefert und nach einer langen anstrengenden Surfsession können sich deine Muskeln in einem der zahlreichen Massagesalons bei einer Balinesischen Massage wieder entspannen. Noch Fragen?

Tauchen, Yoga, Roller cruisen

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Welcher ist dein Lieblings-Spot auf der Insel der Götter?

Petra und Melissa
Medewi ist mein Lieblingsspot geworden. Die Gegend ist nicht besonders schön. Dort ist auch nichts los, aber die Welle ist perfekt für mich geeignet. Eine lange, linke, langsam brechende Welle, die perfekt zum Üben von Turns ist. Außerdem kommt man hier so richtig runter, kann sich am Abend einen Surffilm in der einzigen Bar am Strand anschauen und mit den Locals am Tag rumalbern. Nach ein bis zwei Wochen reicht es jedoch meistens auch wieder.

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Was empfiehlst du, wenn es auf Bali mal keine Wellen gibt?

Petra und Melissa
Eine Runde Yoga. Tauchen lernen. Mit dem Roller rumcruisen. Eine ausgiebige Massage. Eine aufregende Vulkankrater-Tour mit dem Mountainbike. Über Märkte schlendern. Der Besuch von Tanzaufführungen. Tagesausflüge in den Norden von Bali (wo es keine Surfspots gibt). Eine Beach-Cleaning-Aktion. Langweilig wird einem auf alle Fälle nicht auf Bali.

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Wie ist deine Surf-Work-Balance?

Petra und Melissa
Am besten morgens arbeiten und dann surfen gehen. Wenn ich morgens zuerst surfen gehe, bin ich so müde danach, dass ich nicht besonders produktiv bin.

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Weitere Surfbücher folgen?

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Kannst du einen heißen Tipp geben, wie man seine Surf-Work-Balance gut hinbekommt?

Petra und Melissa
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen 😉 Nach dem Arbeiten kann man sich so richtig im Wasser auspowern und danach das Gefühl der absoluten Erschöpfung mit gutem Gewissen genießen.

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Was lernst du durch das Surfen für dein Arbeitsleben?

Petra und Melissa

  • Mut zu haben, sich außerhalb der Komfortzone zu bewegen.
  • Es gibt verdammt gute Tage, wo alles reibungslos klappt. Und es gibt schlechte Tage, wo einfach nichts geht.
  • Nicht jede Welle, die man anpaddelt, ist surfbar – auch wenn sie verdammt gut aussah.
  • Man muss lernen Waschmaschinen als Teil des Ganzen zu akzeptieren

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Angenommen du gewinnst viel Geld – würdest du deinen Job aufgeben und nur noch surfen?

Petra und Melissa
Nö. Ich bin eigentlich gerne produktiv, schaffe Dinge und arbeite an Ideen. Wenn ich nicht arbeiten würde, dann wäre mir auf Dauer vermutlich sehr langweilig.

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Wie geht es bei euch weiter?

Petra und Melissa
Im Dezember geht es wieder nach Bali. Petra macht danach ihre Yogalehrer-Ausbildung in Indien und ich wollte immer schon mal nach Sumba. Unser Traum ist es, bald eine Reihe an Surfbüchern über Indonesien zu veröffentlichen, wie „Surf Sumatra“, „Surf Lombok“ oder „Surf Java“. Der Surfguide für Bali ist der 1. Schritt dorthin. Es bleibt spannend.

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Ihr beiden, vielen Dank für das Gespräch. Ich drücke euch die Daumen, das mit der crowdfunding-Aktion alles klappt – ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf den Guide!

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