Deutsche Surfmeisterschaft 2016 – auf ein Wort mit Valeska Schneider

Die beste deutsche Surferin im Gespräch mit travelonboards!

Die ersten Herbst-Swells rollen an Europas Küsten – genau rechtzeitig für den größten Event der deutschen Surfszene: Vom 10. bis 17. September organisiert der Deutsche Wellenreit-Verband im französischen Seignosse die Deutschen Surf-Meisterschaften statt. Was bisher eine Veranstaltung für eingefleischte deutsche Surfer und Kenner der Szene war ist auf einmal eine Deutsche Meisterschaft in einer olympischen Disziplin. Kurz vor Conteststart habe ich mit einer der besten deutschen Surferin, Valeska Schneider, über ihr Leben in Australien und der wohl längsten Anreise aller Teilnehmer plaudern können!

Valeska Schneider hat sich dieses Jahr bei den adh-Open zwei Titeln gesichert – unter anderem das Ergebnis ihres Auslandsemesters in Down Under: Sie studiert derzeit an der australischen Gold Coast und surft dort neben der Uni täglich. Geboren ist Valeska aber in Starnberg und hat erst vor knapp fünf Jahren mit dem Surfen begonnen – beeindruckend, wie sie sich in der kurzen Zeit an die nationale Spitze gesurft hat.

Valeskas Pech ist mein Glück – als sie in Richtung Süd-Frankreich aufbrechen will streikt ihr Auto und muss in die Werkstatt – Zeit genug für einen kurzen Plausch mit travelonboards!

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Valeska, Nach den ADH konntest du dich nicht auf faule Haut legen – wie lief die Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften für dich?

Valeska
Ich glaube ich konnte mich ganz gut vorbereiten. Ich habe das letzte halbe Jahr in Australien verbracht und lebe seit Juni an der Gold Coast. Wir hatten in den letzten Monaten richtig gute Wellen und ich habe versucht so viel zu surfen wie ich kann.

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Du hast mit Abstand die weiteste Anreise – wirkt sich Reisestress auf den Wettkampf aus?

Valeska
Die Strecke klingt zwar immer sehr weit, aber ob man jetzt ein paar Stunden mehr oder weniger im Flieger sitzt, finde ich gar nicht so schlimm. Ich kann meistens sehr gut auf den Flügen schlafen – also gehen die immer ganz fix rum. Generell finde ich längere Reisen sogar irgendwie entspannend, da vergisst man seinen Alltagsstress und hat meistens auch kein Internet – ich kann da so richtig in Gedanken versinken. Ob sich das jetzt positiv oder negativ auf den Wettkampf auswirkt kann ich nicht sagen, aber ich sehe das jetzt nicht wirklich als höheren Stressfaktor.

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Mit Verlaub – lohnt sich die Reise um die halbe Welt für ein paar Heats?

Valeska
Wie gesagt finde ich das gar nicht so eine große Strapaze. Ich freue mich eigentlich immer total darauf auch Zeit mit Freunden von daheim zu verbringen. Generell mag ich es einfach gerne bei Wettkämpfen anzutreten, und da ich mich an QS-Events (World Qualifing Series) wahrscheinlich erst im nächsten Jahr herantraue, schaue ich erst mal, was ich auf nationalem Level so erreichen kann.

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Was sind denn deine Ziele bei der DM?

Valeska
Mein Ziel ist es, in den Heats so gut zu surfen wie ich nur kann – dann werde ich sehen wie weit mich das bring. Das Gefühl, zu gewinnen konnte ich ja bereits bei den ADH erleben – ich würde sicher nicht nein sagen, noch einmal ganz oben auf dem Treppchen zu stehen.

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Freunde, Heats, viel Surfen – die kommenden Wochen werden ziemlich turbulent, oder?

Valeska
Ich liebe den Herbst in Frankreich, die Reise hier her ist irgendwie zur Tradition geworden. Ich freue mich jedes mal, alle dort wieder zu sehen – und natürlich der verbundene Heimatbesuch ist auch etwas ganz Besonderes.

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Wie geht es danach für dich weiter?

Valeska
Ich werde zurück nach Australien fliegen, um dort meinen Master weiter zu studieren und natürlich weiter zu trainieren. Die Pläne für das nächste Jahr stehen noch nicht wirklich fest,  aber vielleicht versuch ich mein Glück mal bei QS-Events.

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Danke für das Gespräch Valeska – und viel Spaß und Erfolg bei der DM!

Ab Samstag messen sich an der französischen Atlantikküstedie besten deutschen Surfer in den Kategorien Open Men, Open Women, Junioren/ Juniorinnen, Cadets, Senioren, Master, Longboard Men und Longboard Women. Die Ergebnisse werden hier veröffentlicht- stay tuned!

  • OPEN: Hier darf jeder starten. Mann oder Frau, die Brettauswahl ist frei!
  • OPEN WOMEN: Hier dürfen nur die Frauen an den Start. Die Brettauswahl ist frei!
  • JUNIOREN/JUNIORINNEN: Ihr müsst noch vor dem 01.01. eines jeweiligen Wettkampfjahres unter 18 Jahre sein!
  • LONGBOARD JUNIOREN/JUNIORINNEN: Ihr müsst noch vor dem 01.01. eines jeweiligen Wettkampfjahres unter 18 Jahre sein!
  • CADETS: Die Jungstars dürfen nicht älter als 16 Jahre sein! Ihr müsst vor dem 01.01. eines jeweiligen Wettkampfjahres unter 16 Jahre sein! (mind. 8 Startmeldungen nötig!)
  • SENIOREN: offene Klasse für Männer und Frauen ab 28 Jahre (mind. 8 Startmeldungen nötig!)
  • MASTER: offene Klasse für Männer und Frauen ab 35 Jahre (mind. 8 Startmeldungen nötig!)
  • LONGBOARD OPEN: Jeder darf hier starten, lediglich das Surfbrett muss min 9ft. lang sein (mind. 8 Startmeldungen nötig!).
  • LONGBOARD WOMAN: Nur Frauen mit einem Surfbrett von min, 9ft. Länge dürfen starten (mind. 8 Startmeldungen nötig!).
  • BODYBOARD OPEN: Jeder darf hier starten (mind. 8 Startmeldungen nötig!).
  • SUP OPEN: Stand Up Paddling
  • SUP WOMAN: Stand Up  Paddling Startklasse nur für Frauen.

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