© Thomas Zielinski

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Surf-Musik aus Biarritz – Betty the Shark!

Mit Tom Curren am Hamburger Pferdemarkt – hört sich komisch an, war aber so!

Du weißt, das wird ein guter Tag, wenn du in Hamburg am Pferdemarkt die Straße runter schlenderst und auf einmal Tom Curren vor dir steht – genau, der Tom Curren: dreimaliger Weltmeister, Style-Ikone und Surf-Legende! Meine Begegnung der besonderen Art war kein reiner Zufall, am Abend sollte Mr. Curren mit seiner Tochter Lee-Ann und ihrer Band Betty the Shark im Medienbunker ein paar Tunes spielen! Oh mann, ein richtiger guter Tag!

Schauspieler werden Sänger, Rockstars werden Schauspieler, Sportler werden Schauspieler – meistens eine ziemlich blöde Idee, aber wie immer im Leben gibt es Ausnahmen: Surfer wird Sänger!

Interessanterweise scheinen Surfer ein Händchen und Stimmchen für die Musik zu haben, Beispiele gibt es einige: Jack Johnson, Donovan Frankenreiter, Xavier Rudd – allesamt wohl respektierte Musiker, die einst ziemlich professionell die Wellen schlitzten, bevor sie ins Line-Up von Festivals und Bühnen wechselten.

Während Tom Curren der Szene schon länger als SInger/Songwriter bekannt ist, hat sich bisher eher still und leise eine weitere musikalische Perle zu dieser illustren Riege dazu gesellt: Lee-Ann Curren, Pro-Freesurferin, Tochter von Tom und Sängerin ihrer Band Betty the Shark!

© Thomas Zielinski

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Surf-Musik über den Dächern Hamburgs

Die surfende und singende Familie hatte nach einer Deutschland-Tour, die von Nouvague gebucht und organisiert wurde,  in den Medienbunker am Pferdemarkt geladen – genauer gesagt zum Sundowner Open Air Konzert im Dachgarten des Übel&Gefährlich. Viel besser hätte das Setting auch in Biarritz oder Kalifornien nicht sein können: strahlender Sonnenschein, 28 Grad und viele kalte Getränke!

Mega-entspannte Vibes also über den Dächern von Hamburg, dazu die Mucke zwischen Surfbeat und Grunge von Betty the Shark. Die sonst so sonnenverwöhnte Lee-Ann begrüßte ihr Publikum eher ungläubig: „Habt ihr hier immer so ein Wetter?“ Die Profisurferin hat ihre Karriere als Wettkampf-Surferin inzwischen an den Nagel gehängt und freut sich darüber, als Musikerin und gesponserte Free-Surferin durch die Welt zu touren. Hübsch, entspannt und eine wirklich sehr sympathische junge Dame ohne jegliche Star-Allüren – da hat sie zum Glück wohl einiges von ihrem Dad mit auf den Weg bekommen.

Tom am Schlagzeug, die Tochter singend und am Bass, dazu Keyboarder Charpil aus New York – gefühlt passte an diesem Abend kein Sound besser zur untergehenden Sonne über dem Hamburger Hafen, als der Vintage-Synthiesound dieser Surfer-Musiker-Combo!

Das Interview mit Tom Curren

Nach ihrem Konzert habe ich mit Thomas von get wet soon die Gelegenheit gehabt, Curren Senior und Lee-Ann ein paar Fragen zu stellen. Das Ergebnis ist weiter unten im Post – ein wirklich interessantes Interview in Bild und Ton über das touren mit der Familie und natürlich Musik und Surfen!

Vorab aber schon mal ein kleiner Schnack, den ich mit Tom am Hamburger Pferdemarkt vor dem Konzert hatte.

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Tom, du bist ein Glücksmensch – 28 Grad und Sonne in Hamburg ist ungefähr so oft wie 12 Grad und Regen in Kalifornien!

Tom
Ja, ich weiß – alle reden heute über das Wetter hier in Hamburg, das muss wohl besonders sein! Ich find´s super!

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Bist du das erste Mal in Deutschland?

Tom
Nein, es ist das erste Mal – was einfach daran liegt, dass es hier keine Wellen gibt! Aber es gefällt mir, Hamburg scheint eine echt nette Stadt zu sein.

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I still try to surf every day

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Ich kenne eine Menge Jungs und Mädels, die dir bestimmt liebend gerne ein paar Wellen in Deutschland zeigen würden – aber das ist eine andere Geschichte! Wie lange hältst du es denn ohne Surfen aus?

Tom
Also maximal drei Wochen, dann drehe ich durch. Ich versuche immer noch, jeden Tag zu surfen. Egal, wie die Wellen sind, ich liebe es einfach im Wasser zu sein. Klar, ich surfe lieber gute Wellen, aber für mich ist nicht unbedingt das eigentliche reiten der Welle wichtig, der ganze Prozess ist für mich das Erlebnis und mein Glück. Jede Welle ist eine gute Welle, jedes Board ist ein gutes Board.

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Wie kompensierst du das fehlende Surfen, wenn du auf Tour bist?

Tom
Ich habe meine Rollschuhe dabei, keine Inline-Skates, richtige Rollschuhe mit vier Rollen – damit erkundige ich die Städte und surfe durch die Gegend!

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Wie kam es eigentlich dazu, dass du mit deiner Tochter in einer Band spielst?

Tom
Sie hat mich eingeladen, ihr Drummer konnte nicht, da hat sie mich gefragt. Das hat mich gefreut, ziemlich cool mit Lee-Ann durch die Gegend zu touren. Ihre Musik ist eine ganz andere als eine, ich kann ihre Songs erst seit einer Woche spielen (lacht).

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Wie würdest du ihre Musik denn beschreiben?

Tom
Ziemlich unterschiedlich zu meiner auf jeden Fall. Wir haben damals und auch heute noch viel mehr Rock gespielt, waren eintöniger wenn man so will. Ich liebe den Surf-Sound der 60er, die schwabbelige Gitarre. Lee-Ann und ihre Jungs vereinen viele verschiedene Musik-Stile miteinander, experimentieren mehr rum, auch mit den Instrumenten. Ich finde das super, sie haben eine gute Einstellung zur Musik und zum Leben – Betty the Shark ist eine richtige kleine Gang!

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Surfen und Musik – wie beeinflussen sich die beiden Leidenschaften in deinem Leben?

Tom
Wow, die Einflussnahme ist enorm – in beide Richtungen. Allerdings ist das gar nicht so einfach, in Worte zu fassen. Viele behaupten, dass mein Style auf dem Brett sich in meiner Musik widerspiegelt – das mag so sein. Sehr deutlich spüre ich das aber, wenn ich Lieder schreibe. Manchmal sitze ich vor diesem blöden Computer und komme einfach nicht mehr weiter, dann gehe ich surfen und denke dabei weiter an die Musik. Und meistens geht es dann plötzlich wie von selbst, wenn ich im Line-Up sitze höre ich, wie das Stück weiter geht, dann habe ich die richtigen Ideen. Ich bilde mir ein, dass man den Sound des Ozeans auf die Musik übertragen kann.

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Tom, danke für das Gespräch. Viel Spaß bei deinem Gig und eine gute Zeit in Hamburg!

Tom
Vielen Dank, es ist toll hier zu sein. Leider habe ich viel zu wenig Zeit – morgen geht es direkt weiter nach Bali!

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Oh Tom, da tust du mir jetzt aber richtig leid…

Das Interview mit Tom und Lee-Ann Curren

Nach dem Konzert hat sich die „Happy-Surfer-Family“ Curren mit Thomas von getwetsoon und mir hingesetzt – ein Gespräch über Musik, Familie und natürlich das Surfen!

Folge mir ins Line-Up und du bist garantiert immer informiert, was rund ums Surfen, Kitesurfen und den anderen Actionsportarten passiert!

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