Flugzeug reise reisen

10 Tips für die entspannte Rückkehr

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Sehr selten fahre ich nach einer längeren Reise voller Vorfreude auf das eigene Zuhause los, und leicht fällt es mir sowieso nie. Klar, die Gefühle sind ambivalent: Freundin, Familie, Freunde – das lohnt sich. Aber Schnee, Dunkelheit und das Gegenteil von „tranquilo“? Eher nicht so gerne!
Fakt ist: Ich liebe das Reisen! Deshalb gibt es für mich die Alternative „nicht reisen“ einfach nicht, Punkt! Reisen war und ist schon immer ein großer Teil meines Lebens, es macht mich glücklich und lässt mich die Welt mit anderen Augen sehen. Hinzu kommt, das ich meinen geliebten Sport oft an anderen Orten dieser Welt sehr gut ausüben kann, sozusagen eine „win-win-Situation“ für mich! Wenn da eben nur nicht dieses vermaledeite Abreise-Datum wäre!

 

Reisekater oder Vorfreude

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Der Tag wird kommen, so viel ist sicher! Der letzte Sonnenuntergang, das letzte Bier, der letzte Surf…irgendwann geht jede Reise zu Ende und es geht nach Hause. Das Leben als Reisenomade ist spätestens am Check-In zu Ende. Wenn sich die Türen am Gate wieder öffnen, dann wartet das „alte“ Leben! Jeder geht damit unterschiedlich um. Kommt natürlich auch darauf an, wie der Trip war, und wie lange.

Meiner war sechs Wochen lang, und ich habe mich sehr, sehr wohl gefühlt unterwegs in Nicaragua, Costa Rica und Panama. Und ich habe versucht, den  Wechsel von Traum zur Wirklichkeit dieses Mal emotional angenehmer zu gestalten.

Lektüre über die Planung, Vorbereitung und das Reisen an sich gibt es ja zuhauf, aber ich habe noch kein einzigen Buch, keinen Artikel gefunden, der sich mit dem ankommen beschäftigt. Ich verfalle oft in eine Art „Nach-der-Reise-Depression“, da bedeutet, ich finde zuhause alles Mist – von den Menschen über das Wetter bis hin zum Essen. Es ist schrecklich, und ich würde das gerne vermeiden, denn in der Heimat ist es ja, ganz objektiv betrachtet, gar nicht so schlecht. Dieses Mal habe ich mir vor meiner Reise Gedanken zu diesem Phänomen gemacht, und nicht erst hinterher, wenn es zu spät ist. Also so ähnlich wie das fette Essen, bevor man auf die Party geht.

10x Reise-Anti-Depressiva

Um mich auf den heimatlichen Aufprall vorzubereiten, habe ich dieses Mal bewusst versucht, einige Dinge anders als sonst anzugehen. Hier findet ihr eine kleine Auswahl:

 

  1. Aufgaben rechtzeitig erledigen (Geschenke kaufen, Postkarten schreiben, Rückreise planen), und nicht erst an den letzten beiden Tagen. Die verbleibenden 48 Stunden will ich das Paradies genießen können, und nicht von A nach B rennen müssen.
  2. Ich habe mein Zuhause als Teil dieser Reise betrachtet, und nicht als etwas, das mich am Ende Ende der Welt mit Schrecken erwartet – ich habe auch, anders als sonst, gerne anderen darüber berichtet.
  3. Ich habe den Gedanken an die Heimkehr zu keiner Zeit bewusst verdrängt, sondern habe oft positiv darüber nachgedacht. Zum Beispiel wenn ich nachts bei 35 Grad keinen Schlaf gefunden habe: „In Deutschland braucht man jetzt zwei Decken, so frisch und kühl ist es!“
  4. Pläne für Weihnachten, jobtechnische Aufgaben etc. habe ich während der ganzen Zeit immer mal wieder für kurze Zeit erledigt, und mich nicht gegen Ende der Reise für ein bis zwei Tage hingesetzt – um dann am Rechner zu verzweifeln.
  5. Ich habe sparsam gelebt, aber nicht die ganze Zeit gespart. Dank an mein Zuhause – dort ist die Kohle, die mir diesen Trip ermöglicht hat – verdad!!
  6. Ich habe versucht, mit meinen Leuten zu Hause so gut es ging in Kontakt zu bleiben – ich habe bewusst „Kommunikationsinseln“ geschaffen und mich nicht einfach für sechs Wochen verabschiedet. Danke Internet!
  7. Ich freue mich darauf, von meiner Reise zu berichten.
  8. Ich lasse Klamotten, Bücher, etc. hier oder verschenke sie. Das macht mit physisch und psychisch frei für die Rückreise!
  9. Das ist ein Fakt, den ich akzeptiert habe: Zuhause ist es auch schön!
  10. Ich habe meine Reise jeden Tag als ein Geschenk betrachtet und mir mehrmals bewusst gemacht, wie glücklich ich bin, diese Zeit unterwegs zu haben!

 

Klar verlasse ich nicht gerne Sonne, Strand und ein Ozean, so warm wie die weihnachtliche Badewanne. Aber so ist das Leben – jeder muss mal nach Hause!

Außerdem: Sobald ich Zuhause bin, läuft der Countdown – bis zum Start der nächsten Reise.

Kent ihr den Reisekater? Was macht ihr dagegen! Ich bin dankbar für Tipps und Anregungen!!

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