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Cowboy und Indianer – ein Trip in Texas!

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Good morning Texas! Texas? What the fuck! Wird da nicht nur rumgeballert und Kühe gehütet? Hm, ja schon, aber eben nicht nur. Zugegeben, die Menschen sind sehr speziell, aber genau das macht sie so interessant für Reisende, und sie sind wirklich sehr, sehr gastfreundlich! Wieso also nicht hin zu den Cowboys und Indianern.

Mein Reisetipp: East-Texas, oder grundsätzlich der Staat Texas. Ich bin bin hier im Osten des „Lone-Star-State“ gelandet, weil meine Gastfamilie hier wohnt. Vor der Oberstufe besuchte ich für ein Jahr die Highschool und war Teil der Familie.

Eine wertvolle Erfahrung, aber das ist eine andere Geschichte. Hier soll es um Texas als Reiseziel gehen.

Reisen im Süden der USA: Texas

Wer seine Traumziele abgearbeitet hat, der sollte sich wirklich in den Flieger setzen (z.B. Lufthansa, 1x täglich mit dem schicken A380 nach Houston) und voller Vorfreude im größten aller US-Südstaaten ankommen. Kurz gesagt: Die Landschaft hier ist wunderschönWeder ist hier ausschließlich Wüste vorzufinden, noch rollen irgendwelche Dornenbüsche durch verlassene Straßen. Das hier ist das kultivierte Amerika, na ja zumindest so kultiviert wie die Amis eben sind – auf ihre ganz eigene Art eben. Sollte es tatsächlich jemand hierher verschlagen, der sollte sich gedanklich auf zwei Ziele vorbereiten:

 

a) die Zivilisation

b) Redneck-Country

Das urbane Texas

Unter a) fallen natürlich die drei größten Städte: Dallas, Houston, Austin.

Dallas ist eine typische amerikanische Großstadt: Wolkenkratzer, Fast-Food-Restaurants einfach überall, überdimensionale Shopping-Malls.. Aber auch kulturell geht hier Einiges: Theater, Oper, diverse Sport- und Musikveranstaltungen. Und: Der „Superheld“ der Stadt ist ein Deutscher – Dirk Nowitzki spielt Basketball für die Dallas Mavericks.

Houston, na ja, das ist sowas wie das Gelsenkirchen von Texas. Arbeiterstadt, Kleinstadt, die dank Ölmilliarden immer weiter gewachsen ist, „Gated-Communities“ noch und nöcher. Aber natürlich auch hier: Burger satt und shopping bis die Kreditkarte qualmt.

Austin ist mein Favorit. Die University of Texas („Hook em horns!“) ist hier beheimatet, deswegen wimmelt es hier von Studenten, Kneipen und Cafés. Das manchmal etwas sterile amerikanische Ambiente hat hier noch nicht die Oberhand gewonnen, die Innenstadt ist nicht zugebaut mit Wolkenkratzern und Bürogebäuden. Hier kann man es durchaus ein paar Tage aushalten.

Das ländliche Texas

Tja, und b) ist dann wohl der Rest. Mit absoluter Sicherheit gibt es hier keine einzige surfbare Welle, dafür aber andere Überraschungen in Sachen Natur und Landschaft.

Es gibt sie natürlich, die Steppe. Je weiter man nach Westen fährt, umso karger wird die Landschaft, aber das hat natürlich auch seine Reize. Ganz im Süden ist der Golf von Mexiko: Schöne Strände, nette kleine Küstenorte, leckeres Seafood. Richtung Osten kommt irgendwann die Grenze zu Louisiana, dort ist das Glücksspiel erlaubt. Es gibt dort auch einen riesigen Stausee – Toledo Bend – perfekt für Angler und Wassersport aller Art – wirklich sehenswert!

Eine kleine Stadt…

Und dann ist da eben East-Texas, genauer gesagt Center, Texas. Der Ort heißt Center, weil er sich genau in der Mitte von Shelbyville-County befindet und nicht etwa der Mittelpunkt von Texas ist – auch wenn das viele Einheimische hier glauben.

Ich denke, dieser Ort kann stellvertretend für viele Ortschaften hier im östlichen Texas herhalten. 7.000 Einwohner, jeweils ein Pizza Hut, McDoof und Taco Bell. Ein riesiger Supermarkt, der 24 Stunden geöffnet ist, zehn Tankstellen, einen Laden für Ranch- und Farmbedarf. Übrigens ein Geheimtipp: Hier gibt es Arbeitsklamotten, die in Deutschland als Markenware zum vierfachen Preis gehandelt werden.

Redneck-Country, yihaa!

Die Menschen sind wirklich zutiefst konservativ und durch und durch amerikanisch. Cowboys gibt es noch, Indianer leider nicht mehr. Die Rednecks reiten allerdings nur noch selten mit dem Gaul durch die Stadt –  inzwischen sitzen sie auf rund 250 Pferdestärken, das „Viech“ säuft rund 20 Liter Benzin und hört sich an wie ein alter Lanz-Bulldog Oldtimer-Traktor ohne Auspuff.

Landschaftlich ist es hier einfach wunderschön! Riesige Wälder, viele kleine Seen, von Pferd bis Reh rennt hier alles frei durch die Gegend. Zu tun gibt es hier: nichts! Na ja, nicht ganz. Nur eben nicht das, was wir so aus Hamburg, München und Köln kennen. Eine kleine Auswahl:

  •  Lagerfeuer und Gitarre
  • mit dem Four-Wheeler durch den Wald heizen
  • mit halbautomatischen Waffen rumballern
  • Nachts um zwei in den Supermarkt gehen
  • Friday-Night-Football: Highschool-Football hat hier den Stellenwert wie bei uns die Fußball-Bundesliga
  • Bier trinken
  • mit dem Truck durch die Gegend cruisen
  • Country-Musik hören
  • Pool-Parties feiern
  • Golf spielen
  • Abhängen beim örtlichen Zahnarzt, der hat auf seinem vier-Hektar großen Anwesen im Keller seiner Villa einen Probenraum eingerichtet, nach dem sich so mancher Musiker die Finger lecken würde.

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Fazit

Wer außergewöhnliche Natur liebt, amerikanische Großstädte und sehr amerikanische Amerikaner, der sollte unbedingt mal nach Texas kommen – und ganz besonders nach East-Texas. Howdy!!!

 

Geht Eure nächste Reise in die USA, oder sogar nach Texas? Habt ihr Fragen? Bitte meldet euch gerne für weitere Infos!

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