Hotel Nicaragua

Hosteltester: Eco-Hotel Playa Maderas, Nicaragua

Das Eco-Hotel Casa Madera liegt ungefähr 15 Kilometer außerhalb von San Juan del Sur, der Partyhauptstadt Nicaraguas. Für die meisten Backpacker und Traveler fällt die Unterkunft damit schon mal aus, wer aber dem Trouble von SJdS entgehen will, der ist hier genau richtig. Eingebettet in den Urwald liegt das Casa Madera am letzten Hügel vor dem Strand Madera. Zu Fuß sind es ungefähr zehn Minuten – Hügel hoch, Hügel runter, wer Glück hat wird aber auch von einem Auto mitgenommen. Wer also surfen will oder viel Zeit am Strand verbringen möchte, der sollte unbedingt hier absteigen.

Anreise

Von SJdS fährt zwar mehrmals ein Tag ein Shuttle, der ist aber weder sehr gemütlich noch wahnsinnig schnell (ca. eine halbe Stunde). Um hier her zu kommen muss man entweder ein privates Shuttle gemietet haben oder aber nach SJdS fahren und von dort besagten Shuttle buchen (Tickets und Bfahrt vor dem Hostel Casa Dór). Wer ein paar Mark über hat, kann dem Hotel Bescheid sagen und dort direkt ein Taxi bestellen.

Das Eco-Hotel Playa Maderas im Film:

 

Das Hotel besteht aus vielen kleinen Bungalows und einem Haupthaus, gebaut an einen Hügel im Urwald. Es gibt eine Dorm (12 Dollar p.P.), Einzelzimmer (35 Dollar p.P.), Doppelzimmer (39 p.P.) oder Familienzimmer (vier Betten oder mehr, 69 Dollar p.P.). Viele kleine Wege führen durch die Anlage, überall sind Blumenbeete und Kräuter, die in der Küche verwendet werden. Alles ist sehr sauber und angenehm. Am Pool gibt es eine überdachte Ecke mit Hängematten und einer großen, gemütlichen Schaukel.

 

Die Bauweise der Bungalows erinnert ein wenig an Bali, kommt aber wahrscheinlich daher, dass so viel Holz verbaut wurde. Die kleinen Bungalows sind sehr hübsch, sehr sauber und ausgestattet mit allem, was der Reisende so braucht. Es gibt sogar einen kleinen Safe (Vorhängeschloss selber mitbringen!) Die Matratzen sind gut, über jedem Bett hängt ein Moskitonetz (braucht man hier auch!), es gibt zwei kleine Tische und eine Ablage – alles bestens. Das Badezimmer ist sehr sauber und mit vielen Bunten kacheln verziert, die Dusche ist sehr groß.

Alles Eco

Erwähnenswert ist auch, dass sich die kanadische Besitzerin Lilly (sehr nett) „Eco“ auf die Fahne geschrieben hat. Und das bedeutet in diesem Fall wirkliches Engagement, und nicht nur wie so oft das Weglassen des Fernsehers in den Zimmer. Die gibt es hier natürlich auch nicht, genausowenig wie eine Klimaanlage oder warmes Wasser aus der Dusche – aber mal ehrlich, wer braucht das schon bei 32 Grad im Schatten? Eco bedeutet hier:

  • Das Wasser läuft durch eine biologische Filteranlage
  • Plastikflaschen sind in den Bungalow-Wänden als Isolierung verbaut
  • Ein großer Teil des Holzes stammt von Bäumen, die das große Beben 2007 nicht schadlos überstanden haben
  • Die Besitzerin engagiert sich in verschiedenen sozialen und biologischen Projekten.

 

Verpflegung und Yoga

Das Restaurant ist wirklich in Ordnung, hat aber noch Potential nach oben. Die junge kanadische Betreiberin macht den Job erst seit einigen Monaten, sie fragt aber immer ob es geschmeckt hat und ob die Portionen in Ordnung waren – was will man mehr mitten im Wald?

Überhaupt sind alle hier sehr hilfsbereit, sagen sogar „Guten Morgen“ und freuen sich, wenn man sich bemüht spanisch zu sprechen.

Zweimal am Tag gibt eine Yoga-Lehrerin Stunden – das kostet zehn Dollar und lohnt sich!

Im Hotel gibt es natürlich W-Lan und eine 24h Security.

Für Surfer

Viel näher an den Spot geht nicht. Zehn Minuten zu Fuß, ansonsten kann man mehrmals am Tag auch auf den Shuttle aufspringen. „Daumen raus und freundlich grinsen“ geht natürlich auch immer.

Es gibt noch eine Unterkunft direkt am Strand, das „Tres Hermanos“, aber die Brüder sind ziemlich coole Locals – dementsprechend sieht auch die Unterkunft aus. Wer aber unbedingt direkt am Strand wohnen möchte und mit einer Bretterbude kein Problem hat…

Auch eine gute Alternative ist das „Clandestino“ . Zwei Chilenen haben eine einfache, aber sehr angenehme und durchaus schöne Unterkunft direkt in den Wald gebaut. Alles ist aus Holz, die Gebäude stehen auf Stelzen, es gibt Dorms oder Einzel-Unterkünfte. Es ist ziemlich basic, aber sauber und gemütlich – ja schon fast stylish (Kein Licht, kein Internet, zur Toilette muss man ein Stück durch den Urwald und dabei die aufgeregten Affen ignorieren).

Fazit

Wer auf die Vorzüge und Nachteile von San Juan del Sur verzichten kann und will, der ist hier genau richtig. Selten erlebt, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis so stimmt. Alles ist mit viel Liebe gemacht, es ist sehr sauber, die Leute sind entspannt. Mehr braucht man nicht, um sich in einem temporären Zuhause wohl zu fühlen.

Anm. d. Red.: Der Aufenthalt wurde weder gesponsert noch organisiert!

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1 Antwort
  1. ALA
    ALA says:

    Cool ! kurz , informativ, simple – man kriegt richtige Lust da zu sein….wann ist da die schönste Wellenzeit? Welche Gefahren lauern um die Ecke -Spinnen? usw…? was braucht man unbedingt mitzuhaben, wenn man eine Woche da verbringen möchte ?

    Ciao

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