Workout für Surfer: 10 Tipps, die dich zum Paddelmonster machen

Kennst du dieses Gefühl vor der ersten Welle? Die Vorfreude auf deinen Surfurlaub hat sich in unaufhaltbare Euphorie gewandelt – endlich stehst du am Strand deiner Wahl, am Surf-Spot deiner Träume, das frisch gewachste Surfboard unter dem Arm, den Kokosgeruch deiner Sonnencreme in der Nase. Vor dir bricht die Welle, die du bisher nur von Fotos und Videos kennst, in surfbarer Nähe vor dir baut sich die Tube auf, die du bisher nur per „mind-surfing“ surfen konntest. Das Surf-Workout hast du dir die letzten Wochen geschenkt – schließlich kannst du doch schon Surfen!

Du fühlst dich wie das Kleinkind vor dem ersten Schultag, wie der pubertäre Jugendliche vor dem ersten Mal – gleich wirst du da draußen endlich deine erste Welle anpaddeln und nach einem ersten Wellenritt vollgepumpt mit Adrenalin mental die ganze Welt umarmen. Das Gefühl der ersten Welle nach einer langen Surfpause ist unbeschreiblich…schön! Das aber, liebe Freunde der Wellen-Schlitzerei, ist nur die halbe Wahrheit – richtig?

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(Un-)Fit auf den nächsten Surf-Trip

Jau, schöne Geschichte, doch leider oft ohne Happy End. Falls du nämlich in den letzten Wochen und Monaten surftechnisch eher mit Surf-Magazinen und Surf-Videos verbracht hast, dann ist die Chance bei deinen ersten Surf-Sessions groß, dass es bei  der einen oder anderen Welle bleibt und du von Mutter Natur ganz ordentlich durchgenommen wirst! Denn nach den ersten paar Paddelstrecken zurück ins Line-Up bist du platt. Die Arme sind schwer, der Nacken schmerzt und deine Brustbein ist wund.

Einfach ausgedrückt: DU bist nicht fit – oder in der Sprache der Surfer: Du bist ein Kook!Und du brauchst ein ordentliches Surf-Workout!

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Die Surf-Strand-Bikini-Figur kommt nicht von alleine!

Hättest du doch in letzter Zeit etwas mehr trainiert als nur „einarmiges Reißen“ an der Theke. Egal, auf diesem Surf-Trip wirst du halt während der Surf-Sessions fit, für das nächste Mal aber gibt es hier ein paar Tips und Anregungen, wie du als Paddel-Monster am Surf-Break aufrockst.

Du weißt Bescheid: Training beim Surfen ist alles – und dann eben Surfen, Surfen, Surfen!

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Trainiere – und du wirst das hier vermeiden!Geh paddeln!

9 Tips, die dich ordentlich fit machen für deinen nächsten Surf-Trip!

 

  1. Geh paddeln!
    Naheliegend! Schnapp Dir dein Brett und geh an den nächsten Badesee, einen Fluß oder Nachbars Swimmingpool. Komische Vorstellung mit Brett und Neo durch das Gewässer deines Vertrauens zu paddeln? Peinlich? Scheissegal – denk an das überfüllte Line-Up bei deinem nächsten Surf-Trip, denk an die Surf-Kollegen aus Frankreich, Spanien, Australien, die dich derzeit in Grund und Riff paddeln würden. Probier es aus – es macht Spaß, durch heimisches Gewässer zu paddeln! Sollte das Surfen ohne Welle aber doch nicht dein Ding sein, dann lass einfach das Brett weg!
  2. Geh schwimmen!
    Eigentlich kannst du die nachfolgenden Punkte nahezu vernachlässigen, wenn du im Vorfeld deines Surf-Trips regelmäßig schwimmen gehst. Die Bewegung beim schwimmen gleichen denen beim Surfen sehr, denn es werden die gleichen Muskelgruppen angesprochen – und auch im Ausdauerbereich arbeitest du an deiner „Grundlagenausdauer“. Trainiere alle vier Schwimmstile: Schmetterlingschwimmen, Brustschwimmen, Rückenschwimmen und Kraulschwimmen! Versuche dich aber in erster Linie auf das Kraulschwimmen zu konzentrieren, bei diesem Schwimmstil beanspruchst du nahezu die identischen Muskelgruppen wie beim Surfen. Je nach Können, Lust und Ausdauer sind 1000 Meter eine gute Trainingsstrecke!
  3. Mach Trockenübungen
    Es gibt tolle Stabilisationsübungen, für die du nicht mehr brauchst als dein eigenes Körpergewicht – und das ist ja meistens mit an Bord (Board!!).

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    Pudding in den Armen – zu spät in der Welle!

    Du kannst ganz gezielt die Muskelgruppen trainieren, die du für das Surfen in erster Linie benötigst: Schultern, unterer Rücken, Arme, Hinterteil. Ein super Trainingsprogramm findest du hier!

  4. Geh laufen und/oder Fahrradfahren!
    Beim Surfen ist nicht nur die richtige Technik und die Kraft Voraussetzung dafür, dass du deine Wellen abbekommst, sondern auch eine gewisse Ausdauer. Die holst du dir natürlich auch beim schwimmen, aber besonders joggen und Fahrradfahren eignen sich dazu, deine Grundlagenausdauer auszubauen. Variiere Geschwindigkeit und Intensität!
  5. Arbeite mit dem Theraband
    Das Theraband ist eine Art Schal aus Gummi, mit der du verschiedene Kraft-Übungen trainieren kannst. Das Band befestigst du irgendwo an einem fest stehenden Tisch oder ähnlichem und ziehst dein Training durch. Anleitungen zum richtigen Training findest du zum Beispiel hier!
  6. Trainiere deine Atmung!
    Oft vergisst man bei Anstrengungen oder Entzückung zu atmen! Leider ist das beim Surfen unerlässlich, um über mehrere Stunden Spaß zu haben. Zudem kann es bei einem Sturz oder einem Wipe-Out lebenswichtig sein, genug Luft auf Vorrat zu haben. Nach deinem Schwimmtraining kannst du gut noch einige Tauchübungen (Streckentauchen, „Luft-Ausdauer“) einflechten. Veith von preciousocean.com hat darüber auch einen schönen Artikel geschrieben.
  7. Mach den Yogi!
    Ich habe es lange auch nicht für nötig gehalten, aber Dehnbarkeit, innere Ruhe und Lockerheit führen dazu, dass du besser surfst. Und wie bekommst du diese entspannten Dinge, richtig, beim Yoga.

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    Beim Surfen bleibt einem einfach manchmal die Luft weg!

    Deine Flexibilität wird erhöht, deine Atmung verbessert sich, deine Körperspannung geht in Richtung „Flitzebogen“ – alle wichtige Punkte, um ein gesunder Surfer zu sein. Was gut ist für Kelly Slater kann für dich schließlich nicht schlecht sein, oder?

  8. Ernähre dich sportlich!
    Was oben rein geht kommt auch hinten raus – oder so ähnlich! Auf jeden Fall ist es wichtig, dass du dich gut ernährst. Nur dann besitzt du genug Energie für dein Surf-training und die Surf-Session.
  9. Geh Mind-Surfen
    Hau dir einen Surffilm rein, pack deine Yogamatte vor den Fernseher und übe das „aufstehen“ auf dein Board. Richtig gelesen, leg dich auf deinen Bauch spring in einer Bewegung in den „Surf-Stand“! Erst langsam, dann schneller, du kannst zum Beispiel vier Sätze á zehn Wiederholungen durchziehen. Glaube mir, auf deinem nächsten Surf-Trip wirst du förmlich leicht wie ein Vogel (ohne Flügel verliehen bekommen zu haben) auf dein Board springen und das Wellental runter rauschen!
  10. Geh surfen! Eigentlich der banalste aller Tipps: Geh so viel surfen, wie du nur kannst – das ist immer das beste Training. Und wenn keine surfbare Welle in der Nähe ist, dann such dir einen Teich, einen See oder irgendwas mit Wasser und geh paddeln!

Wie bereitest du dich auf deinen Surf-Trip vor? Kennst du noch andere Möglichkeiten, um beim Surfen richtig fit zu sein? Schreibe mir!

Stay tuned – hier kannst du bei travelonboards.de etwas über Freeletics für Surfer lesen!

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2 Kommentare
  1. Markus
    Markus says:

    Hey Stefan,
    du hast hier „fast genau“ meinen Trainingsplan aufgführt. Alles außer Yoga mache ich auch um mich vorzubereiten.
    Am Wichtigsten ist für mich aber das Paddeln am See. Ja, am Anfang war es schon manchmal peinlich und man bekam lustige Bemerkungen ab. Was soll’s. Geh früh morgens, und du wirst überrascht sein, wie schön es sein kann.
    Ein Indoboard ist noch empfehlenswert. Darauf mache ich meistens auch meine Übungen mit dem Terraband.
    Vergiß auch nicht von deinem nächsten Trip zu träumen und dir dein Surfen vorzustellen. Sich ein Video aufmerksam ansehen, die Bewegungen studieren und es in Gedanken nachmachen hört sich etwas komisch an, bringt bei mir aber auch was.
    Also dann,
    Grüße Markus

    Antworten
    • Stefan Heinrich
      Stefan Heinrich says:

      Hi Markus, über ein Indoboard denke ich auch schon lange nach – in Kombination mit dem Theraband bestimmt der Hammer! Und sowieso ganz wichtig, auch für Geist und Seele: „Mind-Surfing“! Im Übrigen – diejenigen, die über einen Surfer auf dem See lachen, werden sowieso nie das Gefühl des „Wellenreitens“ verstehen können! Yoga allerdings solltest du mal ausprobieren – das bringt auch eine Menge in Sachen Gleichgewicht. Vielleicht sehen wir uns ja mal zum gemeinsamen Training :-)) Bis dahin, Stefan

      Antworten

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