Stand Up Paddling sicher lernen: Der Einsteiger-Guide für SUP-Anfänger

Hast du Lust Stand Up Paddling zu lernen? Hier findest du praktische Tipps und Informationen, wie du schnell und sicher auf das SUP kommst

Lange habe ich mich gewehrt und es dann doch endlich mal ausprobiert: Stand Up Paddling. Hat sich gelohnt – aus vielen Gründen! Zum Beispiel hat nicht jeder Surfer das Glück, tolle Wellen direkt vor der Haustür zu haben – aber SUP ist die perfekte Ergänzung zum Wellenreiten.

Ich dachte immer: Zu langweilig, nicht genug Action, nicht genug auspowern. Aber natürlich falsch gedacht – wie immer kommt es beim SUP darauf an, wie du es machst. Als ich es kürzlich endlich mal an der Ostsee bei einer SUP-Tour ausprobiert habe, war ich überrascht: Das macht echt ziemlich viel Spaß! Klar, ist irgendwie was anderes als Surfen (⇒ Surfspots weltweit), aber per Surfbrett auf dem Meer rumzuschippern ist immer gut.Ich kann entspannen und vor mich hin dümpeln, ich kann aber auch ordentlich Gas geben und ein Training daraus machen!

Ein paar wichtige Infos und praktische Tipps zum Stand-up-Paddling, die sich insbesondere an Einsteiger richten, habe ich in diesem Artikel für dich zusammengefasst.

Darum sollte jeder Surfer auch Stand Up Paddeln!

SUP ist wie Surfen – und irgendwie auch nicht. Ok, du stehst auf einem Surfboard – aber sowohl die Gewichtsverlagerung als auch die Technik ist eine andere als auf einem Wellenreitbrett. Macht aber nichts – das Wichtigste ist doch: Du bist auf einem Surfboard auf dem Meer unterwegs und hast Spaß auf dem Wasser bis zum nächsten Surftrip (⇒ So planst du den perfekten Surftrip).

Definitiv schulst du mit SUP deinen Gleichgewichtssinn – durch das größere Volumen und Gewicht ist das SUP nicht so drehfreudig wie ein Wellenreiter, das bedeutet du brauchst mehr Kraft und musst die Manöver intensiver durchführen.

Das wiederum kommt dir auf dem Surfbrett zugute – hier werden dir die Bewegung plötzlich ganz leicht vorkommen. Mit dem Paddel trainierst du natürlich auch die Muskeln in Oberkörper und Arme – hilft beim wellenreiten! Warum SUP das perfekte Workout für Surfer ist erfährst du im Absatz weiter unten im Text (⇒ Surftechnik & Surftraining).

Für mich als Surfer und Kitesurfer (⇒ Kitesurfspots weltweit) ist Stand Up Paddling die optimale Ergänzung. Für landlocked Surfer oder Wassersportler, die nicht so viel Zeit am Wasser verbringen können, kann ein SUP die Zeit bist zum nächsten Surftrip versüßen!

Stand Up Paddling ist heute eine der weltweit am weitesten verbreiteten Trendsportarten überhaupt und seit dem Windsurfboom in den 80er-Jahren der Wassersport, der am schnellsten wächst. Dabei war SUP ursprünglich nur als Alternative für Tage mit nicht so vielen Wellen   gedacht. Windsurf- und Wellenreitprofis haben zu Beginn einfach große Windsurfbretter und Kanupaddel genommen, um trotz Flat und Flaute Spaß auf dem Wasser zu haben. Und was die Profis können, kannst du schon lange!

Verschiedene Arten des SUP

Angefangen hat es mit „Stehpaddeln“, inzwischen werden SUP-Boards aber auf ganz verschiedenen Arten und Weisen eingesetzt – hier sin ein paar davon:

Klassisches SUP

Hier stehst du auf dem SUP-Board und bewegst dich mit Hilfe eines speziellen Paddels voran. Meistens wird diese Version des SUP bei falchem Wasser und wenig Wind ausgeübt. Auch für Einsteiger geht es so los – easy und entspannt.

SUP in der Welle

Mit dem großen SUP-Board erwischt du die Wellen früher und kannst auch an Spots surfen, die sich zum Wellenreiten nicht eignen. Inzwischen surfen SUPler riesige Wellen an der verrücktesten Spots. Für den „normalen“ Stand Up Paddler und Einsteiger sind erst mal kleinere Wellen zu empfehlen.

SUP-Yoga

Zwei entspannte Sportarten zusammengefügt – rausgekommen ist SUP-Yoga. Durch die Stabilität der SUP-Boards können darauf sogar Yoga-Übungen ausgeführt werden – der schönste Ausblick überhaupt inklusive. Ich habe SUP Yoga das erste mal in der Lübecker Buch bei Kirstin von Ostsee-Yoga ausprobiert– kann ich nur empfehlen.

SUP Safari

Hier legst du eine Strecke auf dem SUP zurück und erkundest die Gegend oder den Surfspot – SUP Sightseeing sozusagen. Am besten machst du dich mit einem Guide auf die Reise – das sollte jemand sein, der die Bedingungen vor Ort gut kennt und auf dem SUP sicher ist.

SUP Race

Falls du der Wettkämpfer bist und sportliche Ambitionen hast, dann solltest du mal an einem Rennen teilnehmen. Hier werden Kursrennen und verschiedene Distanzen gefahren. Beim SUP Worldcup in Scharbeutz an der Ostsee kannst du jedes Jahr die besten der Zunft erleben.

SUP Surftrip

Gar nicht so einfach, so ein riesiges SUP Board zu transportieren, aber mit den aufblasbaren Brettern heutzutage geht das. Dein Material passt in einen Rucksack, den du gut durch die Welt transportieren kannst. Wo du überall Top-SUP-Reviere findest erfährst du weiter unten im Artikel.

Stand Up Paddeln als perfektes Workout für Surfer

Mittlerweile wird SUP immer häufiger auch auf Binnengewässern betrieben. Dort dient es insbesondere als Workout, denn das Stehpaddeln beansprucht durch die komplexe Paddelbewegung (⇒ So wirst du zum Paddelmonster) beinahe alle Muskelgruppen. Deshalb ist SUP auch das perfekte Cross-Workout (⇒ Workout für Surfer), das dich auch zum Wellenreiten fit macht.

Du balancierst in der Stehposition permanent deinen Körper aus und trainierst durch wechselseitige Paddelbewegung deine Arme, deine Beine und deinen Rumpf. Dazu kommt noch, dass Stand-up-Paddling auch in großen Wellen funktioniert und deshalb auch für Surfer so interessant ist.

SUP lernen und leihen: die besten Adressen

Die meisten Surfer, die in Deutschland leben, sind „landlocked“ und müssen daher erst reisen, bevor sie sich in die Wellen stürzen können. Um die Zeit bis zur nächsten Reise zu überbrücken, solltest du das Stand-up-Paddling ausprobieren.

Eine Einführung in die Welt des Stehpaddelns ist in vielen Regionen Deutschlands möglich, denn es gibt an zahlreichen Flüssen und Seen entsprechende Mietstationen, wo oft auch Anfängerkurse gebucht werden können. Hier findest du meine Vorschläge für SUP-Stationen in den größten deutschen Städten, an der Küste und im restlichen Europa:

Bodensee

Am schönen Bodensee (meine Heimat!) kannst du in Horn SUP lernen und dir SUP Boards leihen.

SUP HORN

im Strandbad Hörnle

Eichhornstr. 100

D-78464 Konstanz

München/Bayern
Stuttgart

Die Jungs von der SUP Zone wissen, wo lang gepaddelt wird.

UPZONE.de

Goethestraße 26

74613 Öhringen

phone: 07941 649077

fax: 07941 649078

mail: info@supzone.de

Frankfurt

Bei Main SUP bekommst du alles, was du zum Stand Up Paddling brauchst.

Ruhrstr. 16a
63452 Hanau
Telefon: 0160 90561657

info@main-sup.de

Köln

Die SUP Station Köln findest du mit allen, was du brauchst am Fühlinger See.

Call : 0178-5223305

Email bitte hier  :  KONTAKT 

Facebook message :  m.me/supstationkoeln

Hannover

Alles rund um SUP in Hannover gibts hier!

SUP-Schule-Hannover

Simone Beinsen

email: info@sup-schule-hannover.de

Tel: +49 15140043406

Münster

Der Surfshop Münster unterrichtet dich und kann dir SUP Boards leihen.

W & O Surfshop Münster
Inh. Burkhard Optenhövel
Grevener Straße 331
48159 Münster

Tel.: 0251 / 260458
Fax: 0251 / 3222846
E-Mail: info@surfshop-muenster.de

Berlin

In der Hauptstadt ist die Auswahl natürlich riesig, du kannst es aber hier versuchen: standupclub.de.

hello@standupclub.de

Dresden

Windsurfen Dresden macht auch in SUP.

WINDSURFEN DRESDEN
Meißner Str. 26
01156  Cossebaude

Kontakt:

Telefon: 0152 / 021 798 97

E-Mail: info@windsurfen-dresden.de

Hamburg

Auf der Alster oder im Stadtpark – diese Truppe nimmt dich gerne mit.

SUP CLUB Hamburg

Telefon: +49 (0) 151 651 027 49

Mail: kontakt(at)supclubhamburg.de

Nordsee

Das Wassersportcenter in Sankt Peter Ording weiht dich in die Geheimnisse des SUP ein.

Telefon: 00 49 48 63 – 47 88 00 (Mai – Oktober)

Mobil: 00 49 175 – 2 48 84 24

E-Mail: info@x-h2o.de

Ostsee

Die Surfschule Sierksdorf schult dich an einem absoluten Top-Revier für SUP-Einsteiger.

Surfschule Timmendorfer Strand
Strandstraße 22a
23669 Niendorf / Ostsee

Tel: 0 45 03 – 26 04
0173 – 252 37 18

e-mail: surfentimmendorf@aol.com

SUP lernen und leihen in Europa

Natürlich ist es nicht ganz so einfach, mit dem SUP-Board zu verreisen – das sperrige Board muss erst mal in den Bulli oder ins Flugzeug – aber es lohnt sich. Hier sind drei meiner Lieblings-SUP-Spots – falls du noch andere kennst frue ich mich darüber in den Kommentaren.

Algarve

Vor allem die Süd-Algarve bietet sich mit ihrem flachen Wasser und der schönen Steilküste perfekt an für SUP-Einsteiger und SUP Touren. Urs von thesurfexperience bietet geführte Touren an – kann ich sehr empfehlen, vor allem im Sonnenauf- oder untergang!

Fuerteventura

Die Lagune Sotavento ist ein kleines SUP-Paradies, aber auch andere Küstenabschnitte eignen sich bei den entsprechenden Bedingungen super zum Stand Up Paddling. Das Hawaii Europas bietet dazu jede Menge Wellen und Wind  – irgendwas geht hier also immer. Wie du hin kommst und was dich dort alles erwartet findest du zum Beispiel ausführlich bei dertour.de,  Infos und Tipps zum SUP Revier und zu SUP Schulen gibt es hier.

Mittelmeer

Oft flaches Wasser und eine Infrastruktur entlang der Küste – das Mittelmeer kannst du theoretisch mit deinem SUP einmal komplett umfahren. Vielleicht fängst du aber erst mal in Südfrankreich an…

Die ersten Schritte für SUP-Einsteiger

Es ist empfehlenswert, an einem windstillen Tag auf einem ruhigen Gewässer in das Stehpaddeln einzusteigen – auch wenn du schon Surferfahrung hast.

Rauf aufs SUP-Board

Zunächst solltest du dich auf das Board knien und deine Füße auf der Mitte des Bretts platzieren – ungefähr dort, wo die Tragegriffe sind. Lege das Paddel quer und stütze deine Hände darauf ab. Wichtig ist, dass die Füße parallel zueinander und schulterbreit auf dem Brett stehen. Das wird für dich als Surfer am Anfang ungewohnt sein und sich falsch anfühlen. Sobald du sicher kniest, kannst du erst einmal ein Stück paddeln.

  • Hände in der Brettmitte abstützen und ein Knie nach dem anderen dahinter abstellen

  • Je breiter die Knie auseinander sind, umso stabiler bist du

  • Oberkörper vorsichtig aufrichten, bleibe in der Hüfte stabil

  • Nutze nun das Paddel, um auszubalancieren und versuche die ersten Paddelschläge

  • Verlagere dein Gewicht, spür wie das Brett reagiert. Übe Drehungen!

Aufstehen auf das SUP-Board

Leg dein Paddel quer zur Fahrtrichtung auf das SUP Board und stütze dich mit beiden Händen ab. Danach richtest du den Blick auf einen Punkt vor dir und versuchst dich darauf zu konzentrieren. Anschließend kannst du ein Fuß direkt hinter das Paddel setzten – logisch: rechter Fuß hinter rechte Hand und umgekehrt.

Jetzt ziehst du den zweiten Fuß nach, bleibst aber noch in der Hocke, um das Gleichgewicht besser zu halten. Dann geht es per Kniebeuge in den Stand – versuch dabei, das Paddel mitzunehmen. Sobald du stehst, setz dein Paddel ins Wasser, das hilft dir zusätzlich, das Gleichgewicht zu halten.

  • Paddel quer zur Fahrtrichtung auf dem SUP-Board platzieren

  • Blick nach vorne richten und einen Punkt fixieren.

  • Beide Füße hinter dem Paddel platzieren

  • Aus der Hocke aufstehen und Paddel direkt ins Wasser setzen

Richtig Paddeln auf dem SUP-Board

Jetzt kannst du los legen. Der Widerstand deines Paddels im Wasser gibt dir Halt. Zudem ist das übers Wasser gleitende Board stabiler.

Um zu paddeln, stichst du das Paddel seitlich vor dir ins Wasser. Zieh es dann möglichst nah am Board nach hinten, bis du die Höhe deiner Füße erreichst. Wenn du geradeaus fahren möchtest, muss die Seite nach zwei bis drei Paddelzügen gewechselt werden. Achte darauf, dass die Krümmung des Paddels nach vorne zeigt. Dann ist der Wasserwiderstand höher. Falls es dir auf dem Board dennoch zu wackelig wird, geh einfach in die Hocke. Durch den tieferen Körperschwerpunkt gewinnst du an Stabilität.

Tipps für den leichten SUP-Einstieg

Stand Up Paddling ist ein leicht zu erlernender Sport – im Bereich der Brettsportarten auf jeden Fall mit Abstand der einfachste. In ein paar Stunden kannst du schon soweit sein, dass du auf einem einfachen Revier ganz alleine durch die Gegend paddelst.

Trotzdem solltest du gerade als Anfänger auch diese Brettsportart, und vor allem die Bedingungen, nicht unterschätzen. Hier sind ein paar Tipps, die mir beim Einstieg ins Stand Up Paddling geholfen haben.

Und jetzt ab zum Stand Up Paddling lernen

Ehrlich – ich ärgere mich, dass ich nicht schon viel eher mal Stand Up Paddling ausprobiert habe. Es ist ein super Ausgleich zum Wellenreiten und Kitesurfen und wird mir in Zukunft sicher besser über die Wellen- und windlose Zeit hinweg helfen. SUP ist auch im Alltag perfekt, um einfach mal schnell eine Stunde aufs Wasser zu genießen und die Freiheit auf einem Surfboard zu schätzen. Gerade für Surfer, die in einer Stadt leben, ist Stand Up Paddling perfekt – irgendwo ist immer ein Tümpel zu Hand.

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem kleinen Guide ein wenig Lust auf Stand Up Paddling machen – bei Fragen, Anregungen oder Ergänzungen schreib mir gerne auf stefan@travelonboards.de oder pack es hier unten in die Kommentare.

Werberechtlicher Hinweis: Links in diesem Artikel führen entweder auf meine eigenen Seiten oder sind persönliche Empfehlungen, für die ich nicht bezahlt wurde. Auch, wenn ich diese Produkte selbst verwende und/oder 100% davon überzeugt bin, bin ich zur Kennzeichnung verpflichtet.

Hier findest du mehr über meine Partner und Kooperationen. Alles zur Transparenz auf travelonboards.de kannst du hier nachlesen.

VW Bus Umbau
surfen in daenemark
surfen in marokko
surfen in marokko
Konstantin Arnold
surfmusik
surfen und arbeiten
pangea festival
surfandskatefestival
airline gepäckbestimmungen für Surfbretter
surf work balance
surfen im winter
kiteworldcup stpeterording
surf surfing wellenreiten nicaragua
surfen in europa herbst
Gewinnspiel Saltwatershop
Welches Brett passt zu mir
international surfing day
paddeln Technik Wellenreiten
Packliste Boardbag Surfen Wellenreiten
lineup surf surfing wellenreiten
Kitesurfmaster 2015
Hostel Magnific Rock
surfen in nicaragua
Hotel Nicaragua
surfen in nicaragua
Bier Panama
wellenreiten boardbag
surfen in nicaragua
bretterbude san juan del sur nicaragua

Kitesurf- und Surfguides zum downloaden

Hier findest du meine Surfguides und Kitesurfguides, die du dir ganz einfach downloaden kannst und als Ebook mit auf den Surftrip nehmen kannst.

  • als eBook downloaden und auf den Surftrip mitnehmen
  • ausführliche Surfspotbeschreibungen
  • travelonboards getestete Surfcamps und Surfer-Unterkünfte
  • praktische Infos zum Surftrip vor Ort
  • Insider-Tipps
  • Rabattcodes für deine Buchung im Surfcamp

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Rating: 5.0/5. Von 1 Abstimmung.
Bitte warten...